Die meisten Länder in Europa erheben Mautgebühren. Es existiert eine sogenannte Mautpflicht. Doch was bedeutet das? Für die Nutzung von bestimmten Strecken, Tunneln und Brücken werden Mautbeträge erhoben. Die durch die Maut gewonnenen Geldbeträge werden in das Straßennetzwerk investiert und ermöglichen Ihnen so eine reibungslose Fahrt auf dem Weg in Ihren Urlaub. Die primären Bereiche für Investitionen sind die Infrastruktur, das Verkehrsmanagement und die Verkehrssicherheit sowie Umweltschutzmaßnahmen.
Infrastruktur: Bau und Wartung von Straßen und Autobahnen
Verkehrssicherheit und Verkehrsmanagement: neue Technologien wie intelligente Verkehrssysteme oder Mautbrücken
Umweltschutz: Ausbau von Lärmschutzwänden oder Maßnahmen zur Reduktion von Abgasen
Die Maut kann durch verschiedene Formen erhoben werden. Dazu zählen die Vignettenpflicht, die streckenbezogene Maut und die Sondermautstrecken.
Durch die Vignettenpflicht werden Mautgebühren erhoben, die nicht anhand von Kilometern bemessen werden, sondern einem Pauschalbetrag entsprechen und je nach Reisedauer variieren. Demnach erwerben Sie eine Vignette vor Ihrer Reise und wählen zwischen den verschiedenen Laufzeiten. Je nach Fahrzeugklasse kann sich der Preis für eine Vignette unterscheiden. Mit dem Erwerb der Vignette tätigen Sie einen einmaligen Kauf, durch den Sie alle mautpflichtigen Strecken (ausgenommen Sondermautstrecken) befahren können.
Die Vignettenpflicht gilt in der Regel für Fahrzeuge bis 3,5 t zGG (zGG: zulässiges Gesamtgewicht), jedoch gibt es auch Ausnahmen. In Bulgarien sind Motorräder von der Vignettenpflicht befreit, d. h. für Ihr Motorrad müssen Sie keine Vignette erwerben. Für Ihren Pkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t müssen Sie eine Vignette erwerben.
Falls Sie einen Pkw mit Anhänger fahren, benötigen Sie ebenfalls nur eine Vignette, solange die beiden zusammen (Pkw + Anhänger) nicht mehr als 3,5 t zGG wiegen. Sollte Ihr Pkw zusammen mit dem Anhänger über einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t liegen, dann benötigen Sie eine zweite Vignette für Ihren Anhänger. Demnach fallen Sie mit Ihrem Pkw + Anhänger immer noch in eine Vignettenpflicht, auch wenn das Gewicht über 3,5 t zGG liegt. Gleiches gilt für eine Reise nach Bulgarien mit dem Wohnwagen. Unabhängig von dem Gesamtgewicht des Wohnmobils, müssen Sie lediglich eine Vignette erwerben und keine streckenbezogene Maut entrichten.
Die streckenbezogene Maut ist im Gegensatz zur Vignettenpflicht kein Pauschalbetrag, sondern richtet sich nach den gefahrenen Kilometern, der Fahrzeugklasse (Anzahl der Achsen) sowie der Emissionsklasse (Schadstoffbelastung). Demnach kann die Höhe der Mautgebühr sehr stark variieren. In Bulgarien gilt die streckenbezogene Maut für Nutzfahrzeuge wie Lkws über 3,5 t zGG. Von der streckenbezogenen Maut ausgenommen sind Wohnmobile und Pkws mit Anhänger, selbst wenn diese über 3,5 t zGG wiegen.
Die Bezahlung der streckenbezogenen Maut erfolgt entweder im Voraus durch eine Streckenkarte (auch Routepass oder Routenplan genannt), in der Sie Angaben zu der Strecke machen, die Sie fahren möchten, oder durch ein elektronisches Sendegerät (On-Board-Unit). Die On-Board-Unit muss an Ihrem Fahrzeug angebracht werden und ermöglicht das kontaktlose Bezahlen der Mautgebühren. Der zu zahlende Betrag wird automatisch von Ihrer hinterlegten Zahlungsmethode abgebucht. Eine weitere Möglichkeit für die Erhebung der streckenbezogenen Maut ist der GPS-Tracker.
Die Sondermaut wird für bestimmte Strecken erhoben, die weder einer Vignettenpflicht, noch einer streckenbezogenen Maut unterliegen. Demnach müssen Sie für das Befahren einer Sondermautstrecke eine zusätzliche Gebühr bezahlen, auch wenn Sie bereits eine Vignette erworben haben oder die streckenbezogene Maut entrichten.
Sondermautstrecken sind oft Tunnel oder Passstraßen. Zu den Sondermautstrecken in Bulgarien zählen die Donau-Überquerungen. Die Donau fließt durch Rumänien und Bulgarien und trennt die beiden Länder gleichzeitig voneinander. Wenn Sie eine der vielen Brücken oder die Fähre zur Überquerung nutzen möchten, fallen zusätzliche Gebühren an.
Fahrzeughalter, die eine Vignette benötigen, bezahlen einen zusätzlichen Betrag zu ihrer Vignette und müssen ein Ticket für die Nutzung der Sondermautstrecke erwerben, das digital bei uns erwerben werden kann. Fahrzeuge, die einer streckenbezogenen Maut unterliegen, müssen kein Ticket erwerben, aber die Sondermautgebühr trotzdem bezahlen. Der Unterschied besteht darin, dass der Betrag automatisch beim Befahren der Strecke durch den Transponder berücksichtigt wird.
Außerdem ist zu beachten, dass die meisten Sondermautstrecken durch vignettenpflichtige Zufahrtsstraßen oder streckenbezogene Zufahrtsstraßen erreicht werden können. Daher macht es immer Sinn, unabhängig von der Sondermautstrecke, eine Vignette oder einen Transponder zu erwerben.
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In Bulgarien werden Mautgebühren erhoben, um u.a. die Infrastruktur, das Verkehrsmanagement, die Verkehrssicherheit sowie Umweltschutzmaßnahmen zu finanzieren. Die Einnahmen fließen z.B. in Bau und Wartung von Straßen und Autobahnen.
In Bulgarien gibt es grundsätzlich drei Formen: die Vignettenpflicht (Pauschalbetrag je nach Laufzeit), die streckenbezogene Maut (kilometerabhängig) und Sondermautstrecken (zusätzliche Gebühren für bestimmte Abschnitte, z.B. Donau-Überquerungen).
Die Vignettenpflicht gilt in der Regel für Fahrzeuge bis 3,5 t zGG. In Bulgarien sind Motorräder von der Vignettenpflicht befreit. Für einen Pkw bis 3,5 t zGG benötigen Sie in der Regel eine Vignette.
Für einen Pkw mit Anhänger benötigen Sie in der Regel nur eine Vignette, solange Pkw + Anhänger zusammen nicht mehr als 3,5 t zGG wiegen. Liegt das zulässige Gesamtgewicht zusammen über 3,5 t, dann benötigen Sie eine zweite Vignette für den Anhänger.
Nein. Die streckenbezogene Maut gilt in Bulgarien vor allem für Nutzfahrzeuge wie Lkws über 3,5 t zGG. Wohnmobile sowie Pkw mit Anhänger sind von der streckenbezogenen Maut ausgenommen – auch wenn sie über 3,5 t zGG wiegen.
Die streckenbezogene Maut ist kein Pauschalbetrag. Sie richtet sich nach den gefahrenen Kilometern, der Fahrzeugklasse (Achsenanzahl) sowie der Emissionsklasse (Schadstoffbelastung). Dadurch kann die Höhe der Mautgebühr stark variieren.
Die Bezahlung erfolgt z.B. im Voraus über eine Streckenkarte (Routepass/Routenplan) oder über ein elektronisches Sendegerät (On-Board-Unit). Zusätzlich wird als weitere Möglichkeit ein GPS-Tracker genannt. Bei der On-Board-Unit wird der Betrag in der Regel automatisch über die hinterlegte Zahlungsmethode abgebucht.
Sondermaut betrifft bestimmte Strecken, die zusätzlich gebührenpflichtig sind – unabhängig davon, ob Sie bereits eine Vignette haben oder die streckenbezogene Maut bezahlen. Sondermautstrecken sind häufig Tunnel oder Passstraßen.
Zu den Sondermautstrecken in Bulgarien zählen insbesondere die Donau-Überquerungen (z.B. Brücken oder Fähren), bei denen zusätzliche Gebühren anfallen.
Ja. Für eine Sondermautstrecke fällt eine zusätzliche Gebühr an, auch wenn Sie bereits eine Vignette erworben haben. Fahrzeughalter, die eine Vignette benötigen, müssen für die Sondermautstrecke in der Regel ein Ticket erwerben.
Fahrzeuge, die der streckenbezogenen Maut unterliegen, müssen in der Regel kein separates Ticket für die Sondermautstrecke erwerben, müssen die Sondermautgebühr aber trotzdem bezahlen. Der Betrag wird dabei beim Befahren der Strecke über den Transponder berücksichtigt.