Maut in Montenegro

Maut in Montenegro

Zuletzt aktualisiert: 02.07.2026 Lesezeit: 12 Minute(n)

Was ist eine Maut(pflicht)?

Die meisten Länder in Europa erheben Mautgebühren. Es existiert eine sogenannte Mautpflicht. Doch was bedeutet das? Für die Nutzung von vielen Autobahnen und Schnellstraßen sowie Tunneln und Brücken werden sogenannte Mautgebühren erhoben. Die durch die Maut gewonnenen Geldbeträge werden z.B. in das Straßennetzwerk investiert. So wird Ihnen eine reibungslose Fahrt auf dem Weg in Ihren Urlaub ermöglicht. Die primären Bereiche für Investitionen sind die Infrastruktur, das Verkehrsmanagement und die Verkehrssicherheit sowie Umweltschutzmaßnahmen.

  • Infrastruktur: Bau und Wartung von Straßen und Autobahnen

  • Verkehrssicherheit und Verkehrsmanagement: neue Technologien wie intelligente Verkehrssysteme oder Mautbrücken

  • Umweltschutz: Ausbau von Lärmschutzwänden oder Maßnahmen zur Reduktion von Abgasen

Wie wird die Mautgebühr in Montenegro erhoben?

Sondermaut auf bestimmten Strecken

In Montenegro gibt es kein flächendeckendes Mautsystem. Demnach besteht weder eine Vignettenpflicht noch eine streckenbezogene Maut. Bisher besteht die Mautpflicht nur auf bestimmten Strecken, sogenannten Sondermautstrecken. Zu den Sondermautstrecken zählen ein Abschnitt der Autobahn A1 (zwischen Smokovac und Mateševo) und der Sozina-Tunnel (befindet sich auf auf der E80 zwischen Podgorica und Bar). Die gefahrenen Kilometer spielen keine Rolle. Sie bezahlen lediglich einen Pauschalbetrag, gebunden an Ihr Fahrzeug. Je nach Fahrzeugklasse kann sich die Höhe der Sondermautgebühr jedoch unterscheiden.

Bestimmungen und Fahrzeugklassen

Bestimmungen

Maßgeblich für die Unterscheidung der Fahrzeugklassen sind die Achsen des Fahrzeugs sowie die Höhe und das zulässige Gesamtgewicht. Es gelten die folgenden Bestimmungen:

  • Pkw: Kraftfahrzeuge über 1,3 m an der Vorderachse und über einer Gesamthöhe von 1,9 m werden höher bemautet.

  • Gespanne: Gespanne mit einem Zugfahrzeug über einer Höhe von 1,3 m an der Vorderachse, Gespanne mit einem Zugfahrzeug über einer Gesamthöhe von 1,9 m sowie Gespanne (Zugfahrzeug + Anhänger) über 3,5 t zGG werden höher bemautet.

  • Wohnmobile: Wohnmobile über 3,5 t zGG werden höher bemautet.

Fahrzeugklassen

Diese Bestimmungen erlauben eine Einteilung der Kraftfahrzeuge in die folgenden Fahrzeugklassen:

  • Klasse I: Motorräder, Quads und Trikes

  • Klasse II: Kraftfahrzeuge (2 Achsen) bis 1,3 m an der Vorderachse und Kraftfahrzeuge mit bis 3,5 t zGG und einer Gesamthöhe bis 1,9 m.

  • Klasse III: Kraftfahrzeuge (ab 3 Achsen) bis einer Höhe von 1,3 m an der Vorderachse und einer Gesamthöhe bis 1,9 m und Kraftfahrzeuge (2 Achsen) mit einem Gewicht bis 3,5 t zGG und einer Gesamthöhe über 1,9 m Gesamthöhe.

  • Klasse IV: Kraftfahrzeuge (bis 3 Achsen) über 3,5 t zGG und über einer Höhe der Vorderachse von 1,3 m sowie Kraftfahrzeuge (2 Achsen) bis 3,5 t zGG und über einer Gesamthöhe von 1,9 m mit Anhänger.

  • Klasse V: Kraftfahrzeuge (ab 4 Achsen) über 3,5 t zGG und einer Höhe von über 1,3 m an der Vorderachse

Bezahlung der Sondermaut

Die Bezahlung der Mautgebühren erfolgt bar oder mit Karte an den Mautstationen. Außerdem können Sie an den Mautstationen ein kostenpflichtiges elektronisches Sendegerät erwerben, das zusätzlich mit einem Mindestguthaben versehen werden muss. Elektronische Sendegeräte dienen der automatischen Abbuchung der Mautgebühren und können Ihre Reise vereinfachen. Interessant zu wissen: In Montenegro können Sie überall mit dem Euro bezahlen und müssen daher kein Geld für Ihre Reise wechseln.

Das Europamaut Team wünscht Ihnen eine schöne Reise!

Wir wünschen Ihnen eine gute Fahrt und ein unvergessliches Reiseabenteuer. Nutzen Sie für Ihre Planung gerne unseren Routenplaner. Bei Fragen können Sie uns jederzeit per E-Mail erreichen.

FAQ zu Ihrer Reise nach Montenegro

Gibt es in Montenegro eine Vignettenpflicht?

Nein, in Montenegro gibt es kein flächendeckendes Mautsystem und somit auch keine Vignettenpflicht. Eine Maut wird ausschließlich auf bestimmten Sondermautstrecken erhoben.

Welche Straßen sind in Montenegro mautpflichtig?

Eine Mautpflicht besteht derzeit nur auf ausgewählten Strecken. Dazu zählen ein Abschnitt der Autobahn A1 zwischen Smokovac und Mateševo sowie der Sozina-Tunnel auf der E80 zwischen Podgorica und Bar.

Wie wird die Maut in Montenegro berechnet?

Auf den Sondermautstrecken wird ein Pauschalbetrag erhoben. Die gefahrenen Kilometer spielen keine Rolle. Die Höhe der Gebühr richtet sich nach der Fahrzeugklasse.

Wie werden die Fahrzeugklassen in Montenegro eingeteilt?

Die Einteilung erfolgt anhand der Anzahl der Achsen, der Höhe an der Vorderachse, der Gesamthöhe sowie des zulässigen Gesamtgewichts (zGG) des Fahrzeugs. Auf dieser Basis werden Fahrzeuge in die Klassen I bis V eingestuft.

Welche Fahrzeuge gehören zur Klasse I?

Zur Klasse I zählen Motorräder, Quads und Trikes.

Wann wird ein Pkw höher bemautet?

Ein Pkw wird höher eingestuft, wenn er über 1,3 m an der Vorderachse oder über eine Gesamthöhe von 1,9 m verfügt. Auch Fahrzeuge über 3,5 t zGG fallen in höhere Mautklassen.

Gelten besondere Regelungen für Gespanne und Wohnmobile?

Ja, Gespanne und Wohnmobile werden je nach Höhe, Achsanzahl und zulässigem Gesamtgewicht höher bemautet. Wohnmobile über 3,5 t zGG fallen beispielsweise in eine höhere Fahrzeugklasse.

Wie kann die Maut in Montenegro bezahlt werden?

Die Bezahlung erfolgt direkt an den Mautstationen, entweder bar oder mit Karte. Zusätzlich kann ein elektronisches Sendegerät erworben werden, das mit einem Mindestguthaben aufgeladen wird und die automatische Abbuchung der Maut ermöglicht.

In welcher Währung wird die Maut bezahlt?

In Montenegro wird mit dem Euro bezahlt. Ein Geldwechsel ist daher für Reisende aus der Eurozone nicht erforderlich.

Michelle Albrecht
Michelle Albrecht
Hallo, ich bin Michelle und schreibe für mein Leben gern. Als Texterin habe ich meine Leidenschaft zum Beruf gemacht! Natürlich lasse ich meiner Kreativität auch in meinen eigenen Büchern freien Lauf. Seit ich ein halbes Jahr in Australien gelebt habe, ist meine Reiselust noch größer geworden (und ich hätte nie gedacht, dass das noch möglich ist). Umso mehr freue ich mich, meinen Leserinnen und Lesern Tipps für ihre zukünftigen Abenteuer zu geben!