Die meisten Länder in Europa erheben Mautgebühren. Es existiert eine sogenannte Mautpflicht. Doch was bedeutet das? Für die Nutzung von vielen Autobahnen und Schnellstraßen sowie Tunneln und Brücken werden so genannte Mautgebühren erhoben. Die durch die Maut gewonnenen Geldbeträge werden z.B. in das Straßennetzwerk investiert. So wird Ihnen eine reibungslose Fahrt auf dem Weg in Ihren Urlaub ermöglicht. Die primären Bereiche für Investitionen sind die Infrastruktur, das Verkehrsmanagement und die Verkehrssicherheit sowie Umweltschutzmaßnahmen.
Infrastruktur: Bau und Wartung von Straßen und Autobahnen
Verkehrssicherheit und Verkehrsmanagement: neue Technologien wie intelligente Verkehrssysteme oder Mautbrücken
Umweltschutz: Ausbau von Lärmschutzwänden oder Maßnahmen zur Reduktion von Abgasen
In Griechenland existiert im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern (z.B. Österreich oder die Schweiz) keine Vignette. Auf den meisten Autobahnen und für die Nutzung von Brücken und Tunneln wird aber eine Mautgebühr erhoben. Die Höhe der zu zahlenden Maut richtet sich nach Ihrer Fahrzeugkategorie- und höhe.
In Griechenland gelten spezifische Bestimmungen für die Kraftfahrzeuge und deren Einteilung in die Fahrzeugklassen:
Pkw: werden entsprechend der Achszahl und Gesamthöhe unterschiedlich klassifiziert. Eine Ausnahme gilt bei der Athen-Umfahrung. Dort werden die Fahrzeuge je nach Höhe an der Vorderachse (bis/ab 1,3 m) bemautet.
Gespanne: werden entsprechend der Achszahl und Gesamthöhe unterschiedlich klassifiziert. Eine Ausnahme gilt bei der Athen-Umfahrung. Dort unterscheidet sich die Mautgebühr für die Gespanne je nach Höhe an der Vorderachse des Zugfahrzeuges und der Anhängerhöhe.
Wohnmobile: werden je nach Gesamthöhe unterschiedlich hoch bemautet.
Die verschiedenen Fahrzeugkategorien können meistens in die folgenden Fahrzeugklassen eingeteilt werden. Beachten Sie bitte, dass die Klassifizierung bei der Athen-Umfahrung anders sein kann und informieren Sie sich vor Ihrer Reise über die spezifischen mautpflichtigen Strecken, die Sie nutzen möchten:
Klasse 1: Motorräder und Trikes.
Klasse 2: Kraftfahrzeuge (ohne oder mit Anhänger) bis 3 Achsen und mit einer Höhe bis 2,2 m.
Klasse 3: Kraftfahrzeuge (ohne oder mit Anhänger) bis 3 Achsen und mit einer Höhe bis 2,2 m.
Klasse 4: Kraftfahrzeuge (ohne oder mit Anhänger) ab 4 Achsen.
Wenn Sie die Autobahnen in Griechenland nutzen möchten, dann müssen Sie fast immer eine Maut bezahlen. Als einzige mautfreie Ausnahmen gelten kurze Teilstücke zwischen zwei Mautstationen oder Zufahrten zu Städten sowie Dörfern. Wenn Sie die Mautpflicht gänzlich umgehen möchten, müssen Sie kleinere Straßen fernab der Autobahn nutzen. Eine Vermeidung der Maut führt jedoch gleichzeitig zu einer Verlängerung der Fahrtdauer.
Außerdem kann die Höhe der Maut je nach Autobahnstrecke variieren. Autobahnabschnitte, die einer Mautpflicht unterliegen, finden Sie zur Orientierung hier aufgelistet:
Thessaloniki - Lamia (A1)
Lamia - Athen (A1)
Igoumenitsa - Alexandroupoli (A2)
Trikala - Lamia (A3)
Patras - Ioannina (A5)
Athen-Umfahrung (A6): Beachten Sie hier bitte die abweichenden Fahrzeugklassen für Pkws, die nicht anhand der Achsen und Gesamthöhe gebildet werden, sondern durch die Höhe der Vorderachse.
Korinth - Kalamata (A7)
Athen - Patras (A8)
Neben Autobahnen werden in europäischen Ländern auch oft Mautgebühren für Brücken und Tunnel erhoben. In Griechenland wird eine Maut für die Brücke Rio - Antirrio erhoben. Außerdem müssen Sie eine Mautgebühr bezahlen, wenn Sie den Preveza-Aktio Unterwassertunnel nutzen möchten.
Die Bezahlung der Maut erfolgt entweder manuell oder elektronisch. Die Mautstationen befinden sich vor allem innerhalb der mautpflichtigen Abschnitte und an Autobahnausfahrten sowie Autobahnabfahrten. Als Ausnahme gilt der Unterwassertunnel Preveza-Aktio, die Brücke Rio - Antirrio bei Patras und die Athenumfahrung. An diesen Streckenabschnitten wird die Maut bei der Einfahrt in die mautpflichtige Strecke bezahlt.
Sie bezahlen die Gebühren bei der Einfahrt an den Mautstationen bar oder mit Kreditkarte.
An vielen Mautstationen gibt es zusätzliche Fahrspuren für die elektronische Bezahlung mithilfe eines Sendegerätes (auch Transponder genannt). Die Gebühren fallen dann meistens niedriger aus. Jedoch benötigen Sie für diese bargeldlose Bezahlung den Transponder bereits vor Ort. Erwerben können Sie den Transponder kostenlos an Servicestationen der Autobahngesellschaften und müssen diesen dann mit einem Guthaben aufladen.
Jede Autobahngesellschaft stellt einen eigenen Transponder zur Verfügung, der durch das übergreifende GRITS-System (Greek Interoperable Tolling Systems) auf allen griechischen Autobahnen genutzt werden kann. Beachten Sie jedoch, dass Transponder länderspezifisch sind. Sie können keinen in Griechenland erworbenen Transponder für andere angrenzende Länder verwenden.
Wir wünschen Ihnen eine gute Fahrt und ein unvergessliches Reiseabenteuer. Nutzen Sie für Ihre Planung gerne unseren Routenplaner. Bei Fragen können Sie uns jederzeit per E-Mail erreichen.
Nein. In Griechenland gibt es keine Vignettenpflicht (zeitbasierte Gebühr). Stattdessen wird auf vielen Autobahnen sowie für bestimmte Brücken und Tunnel eine Mautgebühr erhoben.
Auf den meisten Autobahnen wird die Maut an Mautstationen bezahlt. In der Regel erfolgt die Zahlung manuell (bar oder per Karte) oder elektronisch über Spuren mit Transponder. Die Höhe richtet sich u.a. nach Fahrzeugklasse und Fahrzeughöhe.
Maut fällt vor allem auf Autobahnen an. Zusätzlich sind z.B. die Brücke Rio–Antirrio und der Preveza-Aktio Unterwassertunnel mautpflichtig. Teilweise wird die Maut innerhalb der Strecke oder an Ein-/Ausfahrten erhoben, bei manchen Abschnitten bereits bei der Einfahrt.
Viele Hauptachsen sind mautpflichtig, u.a. A1 (Thessaloniki–Lamia, Lamia–Athen), A2 (Igoumenitsa–Alexandroupoli), A3 (Trikala–Lamia), A5 (Patras–Ioannina), A6 (Athen-Umfahrung), A7 (Korinth–Kalamata) und A8 (Athen–Patras). Kurze Teilstücke zwischen Stationen oder Zufahrten können Ausnahmen sein.
Ja. Bei der manuellen Bezahlung zahlen Sie an den Mautstationen in der Regel bar oder per Kreditkarte. Die Beschilderung an den Spuren zeigt, welche Zahlungsarten akzeptiert werden.
An vielen Mautstationen gibt es Spuren für die elektronische Bezahlung mit einem Sendegerät/Transponder. Damit können Sie schneller passieren; häufig sind die Gebühren dabei günstiger. Der Transponder wird i.d.R. bei den Autobahngesellschaften ausgegeben und muss mit Guthaben aufgeladen werden.
GRITS steht für Greek Interoperable Tolling Systems. Es ermöglicht, dass Transponder verschiedener Autobahngesellschaften übergreifend auf vielen griechischen Autobahnen genutzt werden können. Wichtig: Transponder sind in der Regel länderspezifisch und können nicht automatisch in anderen Ländern verwendet werden.
Die Einstufung erfolgt u.a. nach Achszahl und Gesamthöhe (je nach Fahrzeugtyp). Bei der Athen-Umfahrung (A6) gelten teils abweichende Kriterien, z.B. die Höhe an der Vorderachse (bis/ab 1,3 m) für Pkw und unterschiedliche Kriterien für Gespanne.
Oft wird in Klassen wie Klasse 1 (Motorräder/Trikes), Klasse 2 (Kfz bis 3 Achsen bis 2,2 m Höhe), Klasse 3 (Kfz bis 3 Achsen über 2,2 m Höhe) und Klasse 4 (Kfz ab 4 Achsen) unterschieden. Beachten Sie, dass einzelne Strecken (z.B. Athen-Umfahrung) abweichen können.
Wenn Sie Maut vermeiden möchten, müssen Sie in der Regel auf kleinere Straßen abseits der Autobahnen ausweichen. Das kann jedoch zu einer deutlich längeren Fahrtdauer führen. Kurze mautfreie Teilstücke sind möglich, sind aber meist die Ausnahme.
Meist zahlen Sie an Mautstationen innerhalb der mautpflichtigen Abschnitte sowie an Ein- und Ausfahrten. Als Ausnahmen gelten u.a. der Preveza-Aktio Unterwassertunnel, die Brücke Rio–Antirrio und die Athen-Umfahrung: Dort wird die Maut häufig bereits bei der Einfahrt in den mautpflichtigen Abschnitt bezahlt.